Der Fortschritt ist eine grüne Schnecke PDF Drucken
Dienstag, den 19. April 2011 um 14:16 Uhr

Manchmal gibt es auch in Herne positive Überraschungen. Im Rahmen der Haushalts- (und Atom-)Debatte in der Ratssitzung vom 12.4.11 machte die grüne Fraktionsvorsitzenden Dorothee Schulte eine Äußerung, die wir nicht umkommentiert lassen können.

Denn die AL Herne freut sich, dass nach immerhin dreieinhalb Jahren auch die Herner Grünen zu der Erkenntnis gelangt sind: „Entweder Einfluß beim RWE nehmen oder die RWE-Aktien verkaufen.” Sehr schön!

Soweit war die AL Herne schon im Jahr September 2007, als sie den Antrag stellte, ungefähr die Hälfte der städtischen RWE-Aktien zu verkaufen, um den Sanierungsstau zu beheben. Denn wie die letzten dreißig Jahre belegen, haben die Kommunen mit ihrem beträchtlichen Anteil am RWE-Konzern keinerlei Einfluß auf Energiewende und Atomausstieg nehmen können. Also verkaufen!

Pech für die rot-grüne Koalition: Gegenüber dem Allzeit-Hoch der RWE-Aktien im Dezember 2007 von 98 EUR sind diese zur Zeit nur noch ca. 46 EUR wert. Konsequenz: Geld verschenkt, ganz viel Geld! Nämlich runde 15 Mio. EUR in 2007 und dann 3,6 Mio. EUR jedes Jahr; macht bis heute sage und schreibe 25,8 Millionen. Hätte man schon ab 2007 damit begonnen, die städtischen Gebäude mit diesem Geld nicht nur zu sanieren, sondern auch mit Solarzellen auszustatten, wäre man mit der Energiewende vor Ort schon deutlich weiter gekommen. Und hätte mit der damals noch höheren Einspeisevergütung für Solarstrom sogar noch zusätzliche Einnahmen erzielen können. Das wäre mal wirklich "öko" gewesen!

Stattdessen traktiert die rot-grüne Koalition lieber die Herner Bürger mit der Schließung von Stadtteil-Bibliotheken und Mini-Zoo und dem Zubauen der letzten verbliebenen natur-grünen Zipfel dieser Stadt. Und das mit ungewissem und im Vergleich eher läppischen Spar-Erfolg.

 

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