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Samstag, den 19. November 2011 um 22:34 Uhr

Bei der Beratung des Haushalts 2012 in der Bezirksvertretung Sodingen bekam die Kämmerei geharnischte und parteiübergreifende Kritik zu hören. Und die BezirksvertreterInnen haben recht: Die Darstellung des städtischen Haushalts ist auch 3 Jahre nach der NKF-Einführung noch immer unübersichtlich und in weiten Teilen auch unverständlich. Selbst gelernte Kaufleute sind damit überfordert, so war zu hören. Und das will schon was heißen. Wie soll es erst dem normalen Freizeitpolitiker (liebe WAZ, das heißt nicht "Hobby-"Politiker) oder den Bürgern gehen, für die die dicken Wälzer ja eigentlich gemacht sind? Denn in der Stadtverwaltung läuft das Finanzielle ohnehin auf dem PC mit ganz anderen Darstellungsmöglichkeiten.

Die Kommunalpolitiker sind aber Entscheider, also was in der „normalen” Wirtschaft der Vorstand wäre. Und wie für einen Vorstand muß das ganze auch aufbereitet werden, sich für jedes Projekt mühsam die relevanten Kosten selbst auszurechnen, würde in der Chefetage niemals akzeptiert.


Hier mal als kommentiertes PDF, was einem von der Herner Stadtverwaltung zugemutet wird, unsere Nachberechnungen sind in Rot. Was sehen wir hier? Einen Veränderungsnachweis (hier zum geplanten Kreisverkehr vor Hornbach), den die Verwaltung herumreicht, wenn sich bei irgendeinem Projekt was gegenüber der ursprünglichen Fassung des Haushalts geändert hat. Eine Zahlenwüste. Man sieht, daß man sich das Entscheidende - nämlich die tatsächlichen Mehrkosten, das unter dem dicken roten Strich - selbst ausrechnen muß. So, und von diesen Dingern gibt es manchmal an die 100. Zeitaufwand je Nachberechnung: sagen wir mal 10 min. Was man da als Ehrenamtler an Zeit investieren muß, dürfen Sie jetzt selber ausrechnen… Auch wir hatten den Kämmerer im letzten Jahr dringend gebeten, das Ganze zu verbessern und eben die PDF-Datei hier als Anregung zu nehmen. In Herne geht halt alles seinen Tempo-30-Gang und dann passiert: s.o..



 

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