Einkommensungleichheit hat in D besonders schnell zugenommen PDF Drucken
Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 12:51 Uhr

In Deutschland ist die Einkommensungleichheit seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Arm und Reich driften hierzulande schneller auseinander als in den meisten anderen Industrieländern. Zwar sorgt der Staat halbwegs für mehr Gleichheit, doch seit Rot-Grün wird es immer schlimmer. In den 80er und 90er Jahren gehörte die BRD zu den eher ausgeglichenen Gesellschaften, inzwischen liegt es nur noch im OECD-Mittelfeld. Das geht aus der Studie „Divided we stand – Why inequality keeps rising“ (Sonderteil Deutschland / engl.) hervor, die am 5.12.2011 von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veröffentlicht wurde. Mit durchschnittlich 57.300 Euro verdienten die obersten zehn Prozent der deutschen Einkommensbezieher im Jahr 2008 etwa achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent (7400 Euro). In den 90ern lag das Verhältnis noch bei 6 zu 1, der aktuelle OECD-Durchschnitt ist 9 zu 1.


Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Diese machen etwa 75 Prozent des Haushaltseinkommens aus. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Lohnschere zwischen den obersten und untersten zehn Prozent der Vollzeitarbeitenden um ein Fünftel erweitert.

 

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