Das große Achselzucken PDF Drucken
Donnerstag, den 25. Oktober 2012 um 11:40 Uhr

"Kann man nichts machen, schuldig oder zuständig sind Andere." So kurz kann man die Ergebnisse aus dem Ausschuß für Bürgereingaben vom 24.10.2012 zusammenfassen.


Der Müll hinter dem Bauzaun auf dem Glückaufplatz sei Sache der Bauherrin (also der Projektentwicklungsgesellschaft von Kaufland), für den Gelbe-Sack-Müll davor seinen uneinsichtige Anwohner, Geschäftsleute oder Mülltouristen verantwortlich. "Eine Müllpolizei wollen wir nicht und eine tägliche Reinigung können wir nicht machen", so entsorgung-herne-Chef Westemeier. Mit einer täglichen Reinigung würde man nur noch mehr Müll "anlocken" und eine Flugblatt-Aktion an die umliegenden Haushalte habe es ja auch schon gegeben. Nun wäre man mit dem Latein mehr oder weniger am Ende, so Westemeier. Aha, so sieht also Kapitulation aus! Ob man mit einem ähnlichen Müllproblem vor einem der beiden Rathäuser wohl auch so umginge?

 

 

Auch als gänzlich unzuständig bekannte sich die Stadt, als es darum ging, die Versorgung mit schnellem Internet - also mit mehr als 2 Mbit/s - voranzubringen. Man verwies auf die unternehmerische Freiheit der Telekom und Unitymedia. Wobei bei letzterer Firma ja immerhin 92 % der Herner Haushalte mit bis zu 100 Mbit/s aus dem TV-Kabel versorgt werden könnten. Leider waren die Antragsteller aus der Gegend mit den noch fehlenden 8 %... Außerdem muß man fairerweise darauf hinweisen, daß diese 100 Mbit/s sich alle auf einer Straßenseite oder einem Häuserblock teilen müssen! Wenn man da ein paar starke „Sauger” in der Nachbarschaft hat, sieht's auch wieder mau aus. Die interaktive V(DSL)-Versorgungskarte der Telekom finden Sie übrigens hier.

 

Das Dauerthema „Gerichtsstraße / 340” fand ebenfalls keine Lösung. Die Anwohner haben neben einer kompletten Herausnahme der Linie 340 aus der Gerichtsstraße (Mehrkosten und schlechtere Erschließung) auch ein absolutes Halteverbot für den Teil zwischen Stöck- und Schlachthofstraße (will die Verwaltung nicht) vorgeschlagen oder eine Verschiebung der Fahrplanlage so, daß sich die Busse nicht mehr in der Straße begegnen. Dafür zuständig ist - Sie ahnen es - nicht die Stadt, sondern die BoGeStra. Und da herrscht z.Zt. Funkstille.

 

 

 

Powered by Joomla!.