AL Herne bleibt dabei: Starkregen-Problem ungelöst Drucken
Donnerstag, den 27. August 2009 um 15:21 Uhr

 

großparteien im riva-boot

[Update 2011] Der folgende Text ist historisch zu sehen und bleibt darum so wie ist erhalten. Die Einsprüche der Anwohner mündeten in ein deutlich verbessertes Entwässerungskonzept für das Möbelhaus. Inwieweit das etwas taugt, wird man leider erst dann sehen, wenn der Ernstfall eintritt.

Auch wenn die SPD-dominierte Stadtverwaltung über die WAZ etwas anderes verlauten läßt:
Für das Überschwemmungsproblem an der Walter-Bälz-Straße werden keine durchgreifenden Lösungen angeboten. Es wurde behauptet, daß man die Probleme mit der Versickerung im südlichen Teil des Regenkamp-Geländes schon in den Griff bekäme. Das ist zunächst einmal Wunschdenken, denn im Textteil des Bebauungsplans wird das Gutachten einfach 1:1 abgeschrieben. Man beläßt es dabei, daß sich bei dem "einmal-in-fünf-Jahren"-Starkregen die Walter-Bälz-Straße mit hoher Wahrscheinlichkeit in ein Gewässer verwandelt. Und auf den Gedanken, daß der Kanal die Menge von 50 l/s (nach Angaben der Stadtentwässerung) im Starkregen-Fall vielleicht nicht mehr aufnehmen kann, kommt man nicht. Wenn er das immer und bei jeder Gelegenheit könnte, hätte es bei dem Unwetter am 3.7.2009 ja glimpflicher ausgehen  müssen.

Im Ausschuß für Planung und Stadtentwicklung tat sich übrigens noch ein Widerspruch auf. Das Zuviel-Regenwasser soll ja über ein Rohr (Dimensionierung: ??) unter der Walter-Bälz-Str. über die alte Gleistrasse zum alten Abstellbahnhof Wanne-Constantin geleitet werden. Aber an sich wollte man da unten ja einen Radweg errichten, hat aber jetzt schon einen mittelgroßen Tümpel. Es bleibt also knifflig.

Aber was können Sie als AnwohnerIn tun?

  • Eine Einwendung zum Bebauungsplan 213 schreiben, die Sorgen schildern und Lösungen einfordern. Dazu haben Sie voraussichtlich im Wanner Rathaus im Oktober / November vier Wochen lang Gelegenheit. [Update:] Der Bebauungsplan wird vom 13.10. bis 13.11. ebendort und im Fachbereich Bürgerdienste am Friedrich-Ebert-Platz öffentlich ausgelegt. Einwendungen kann man dort direkt hinterlassen oder natürlich per Post schicken.
    Lassen Sie sich unabhängig beraten, damit die Einwendung auch Wirkung zeigt. Ein pauschales "Nö, so nicht!" wird auch pauschal abgelehnt.

  • Selbst das Regenwasser vom eigenen Grundstück versickern lassen und nicht mehr in die Kanalisation einleiten. Sie nehmen zwar damit dem Möbelhaus - oder was auch immer dorthin kommt - und der Stadt Arbeit ab, aber es ist letztendlich auch Ihr Keller um den es geht. Weiterführende Informationen auch was mögliche Zuschüsse angeht, z.B. hier oder hier .